Gisela Breidenstein

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Gisela Breidenstein: "Die Spiegelgalerie"

Gisela Breidensteins aktuelles Buch „Die Spiegelgalerie“ (Kurzprosa) erschien 2013 im Geest-Verlag.

Gisela BreidensteinDie Schriftstellerin Gisela Breidenstein war von 1990 bis 2008 stellvertretende Vorsitzende der Literarischen Gruppe Osnabrück. Ihre literarischen Arbeitsgebiete sind Lyrik und Prosa in den vielfältigen Formen von Erzählung, Kurzgeschichte, Essay, lyrischer Kurzprosa, Märchen und Fabel. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitungen, Zeitschriften und im Rundfunk. 1992 erschien ihr Lyrikband  „Wandelstern“ im Czernik-Verlag, Edition L. Er wurde 1994 bei der Präsentation „Die schönsten deutschen Bücher“ durch die Stiftung Buchkunst auf der Frankfurter Buchmesse ausgestellt.

Mit „Taubenflügel auf blauer Kugel“ legte Gisela Breidenstein 2003 einen neuen Lyrikband vor. Die einzelnen Themenkreise sind in einem Jahresbogen eingebunden, den man auch als Lebensbogen verstehen kann. Die Lyrik von Gisela Breidenstein hat eine große Affinität zur Malerei und zur Musik. In ihrem Vorwort zum Gedichtband „Wandelstern“ schrieb Sabine Witt:“Immer wieder zeigt sich die Nähe zur Malerei.“ Mehrere Gedichte wurden durch Bilder angeregt. Es sind keine Bildbeschreibungen, sondern eigenständige Schöpfungen, die von der beabsichtigten Aussage des Malers abweichen können. Außerdem verwendet die Autorin in einer Reihe von Gedichten Farben. Friedrich-Wilhelm Wentzlaff-Eggebert, Professor der Germanistik, lobte schon 1988 die „bewundernswerte Fügung der Farben“ und den Rhythmus ihrer Gedichte.

breidenstein-wandelsternbreidenstein-taubenfluegelAuch gestaltet sie mit den Klangfarben der Sprache; darin berühren sich Malerei und Musik. Jedes Gedicht hat seinen eigenen Rhythmus, seine eigene Melodie. Das hat Komponisten zur Vertonung inspiriert. Gedichte von ihr wurden vertont durch Jens Erdmann, Peter Florian, Harald Heilmann und Peter Koch.

1974 war die Autorin Preisträgerin eines literarischen Wettbewerbs der Neuen Osnabrücker Zeitung, 1994 war sie Preisträgerin beim Gedichtplakatwettbewerb der Stadt Osnabrück „Courage – Gedichte contra Gewalt“. Sie ist Mitglied der Künstlergilde und Vorstandsmitglied der GEDOK (Gemeinschaft deutscher Künstler und Kunstförderer e.V.) Rhein-Main-Taunus.

Impulse erhält Gisela Breidenstein einerseits aus der Welt des Augenscheins, die sich in ihrer Reflexion und Emotion spiegelt, andererseits aus dem inneren Schauen, das sich Bilder aus der sinnlich wahrnehmbaren Welt leiht, um das eigentlich Unsagbare seelischer Vorgänge aussprechen zu können. So werden die Gedichte zu Spiegelbildern von Innen- und Außenwelt. In einigen Texten hält die Autorin auch der menschlichen Gesellschaft den Spiegel vor. Ihre sinnhafte, anschauliche Sprache voll sublimierter Energie vermag den Leser zum Nachdenken und Mitfühlen zu bewegen.

Leseproben

Pressestimmen

„Die Ordnung der Gedichte folgt dem Jahreskreis, so dass der Reihe nach frühlingshafte, sommerliche und schließlich verschneite Töne angeschlagen werden. Die warmen Monate sind mit Partnerschaft und Liebe assoziiert. Am frostigen Anfang und Ende wechselt Gisela Breidenstein in geradezu kosmische Perspektive: Auf die titelgebende ‚blaue Kugel‘ des Erdballs aus dem ersten Gedicht blickt sie im zweiten Text gar mit den Augen von Astronauten. Hier haben dann klirrend abstrakte Fragen wie das Verrinnen der ‚Tropfenden Zeit‘ ihren Ort. Wo es um Krieg und Umweltverschmutzung geht, herrscht forcierte Deutlichkeit: In expressiver Apokalyptik konstatiert die Autorin, dass ‚der Mensch die Tauben schlachtete‘. Schöne Bilder glücken Gisela Breidenstein bei der Beschreibung von Alltagssituationen, etwa wenn ein zerknülltes Papier ‚hüpft wie ein kleiner Vogel, der fliegen lernt‘.“
Neue Osnabrücker Zeitung

„Kritisch betrachtet die Autorin den Zustand der Welt … Oft führt sie die Schönheit der Natur vor Augen, um anschließend ihre Sorge um den Verlust dieses ganzen Reichtums um so deutlicher auszusprechen, so dass eine Brechung entsteht, die den Leser betroffen macht … Neben Gedichten von visionärer Dimension stehen erfrischende und Zuversicht vermittelnde Texte.“
Lahn-Zeitung

„Die breite Themenpalette, von kraftvoll ausdrucksstark bis hin zu Texten spielerischer Leichtigkeit …, macht den besonderen Reiz dieser Lyrik aus: Ein poetischer Kosmos von Bildern, die sich einprägen.“
Rhein-Zeitung

„Ihre Gedichte sind thematisch vielseitig: In ihnen finden Themen über Umweltzerstörung, Liebe und Vergänglichkeit Raum. Ihre Gedichttexte thematisieren offen zeitpolitische Probleme … und die Liebesgedichte Gisela Breidensteins sind offen, voller Zärtlichkeit und Wehmut.“
Nordwest-Zeitung